Türchen 8

Medikamentenmanagement Teil 1:

Medikamente sicher aufbewahren, einnehmen und entsorgen

Vielleicht kennen Sie das aus eigener Erfahrung: Medikamente nach Vorschrift einzunehmen, ist oft nicht einfach. Mit diesem Problem sind Sie nicht allein: Man schätzt, dass etwa jeder Zweite seine dauerhaft verordneten Arzneimittel nicht richtig einnimmt. Die korrekte Aufbewahrung und Einnahme von Medikamenten ist für eine erfolgreiche Behandlung aber wichtig.

In dieser Information erfahren Sie, was es zu beachten gibt:

  • Nehmen Sie nur Medikamente ein, die Ihnen ihr behandelnder Arzt verschrieben hat.
  • Lassen Sie sich einen Medikamentenplan vom Arzt ausdrucken und zeigen Sie ihn bei allen Arztbesuchen vor.
  • Vielleicht sind Sie verunsichert, wenn Sie in der Apotheke nicht Ihr bisher gewohntes Medikament erhalten. Es kann sein, dass der gleiche Wirkstoff eines Arzneimittels anders verpackt ist, anders heißt oder sich in Form und Farbe unterscheidet. Fragen Sie ihren Apotheker bei Unsicherheit.
  • Nehmen Sie ihre Medikamente in der richtigen Dosierung ein: Achten Sie dabei nicht nur auf den richtigen Namen und Wirkstoff, sondern auch auf die Stärkeangabe auf der Packung.
  • Achten Sie auf den richtigen Zeitpunkt: Nicht nur die Tageszeit ist wichtig. Aus der Packungsbeilage erfahren Sie auch, ob Sie ihr Medikament vor, während, nach der Mahlzeit oder nüchtern einnehmen müssen.
  • Nehmen Sie Ihr Medikament mit Leitungswasser oder mit stillem Mineralwasser ein. Nicht mit Kaffee, Tee oder Alkohol. Verschiedene Medikamente sollten auf keinem Fall mit Grapefruit eingenommen werden. Antibiotika und Schilddrüsentabletten sollten nicht mit Milch eingenommen werden.
  • Nehmen Sie Ihre Medikamente nur so lange ein, wie sie Ihr Arzt Ihnen verschreiben hat. Das gilt auch für Salben und Augentropfen.
  • Angebrochene Tropfenflaschen oder Salbentuben- und tiegel sind in der Regel nach 4 bis 6 Wochen zu entsorgen. Genaue Angaben dazu finden Sie in der Packungsbeilage.
  • Wenn Sie unerwünschte Wirkungen an sich merken, verändern Sie nicht selbst die Dosis oder setzen das Medikament ab. Besprechen Sie es mit ihrem behandelnden Arzt.
  • Nehmen Sie nur Medikamente ein, die das Haltbarkeitsdatum nicht überschritten haben.

Türchen 7

Die Notfalldose (vielleicht ein kleines Weihnachtsgeschenk für Ihre Angehörigen)

Im Notfall zählt jede Sekunde

Mit den aktuellen und freiwilligen Angaben auf dem Notfall-Infoblatt in der Notfalldose zu Ihrem Gesundheitszustand, Allergien, Medikamenten, Kontaktpersonen und anderen Einzelheiten richten Sie wichtige Informationen an Ihre Retter – damit diese noch besser und schneller auf Ihre Notfallsituation reagieren können.

Füllen Sie das Notfall-Infoblatt, nach bestem Wissen auf beiden Seiten mit einem Kugelschreiber (in BLOCK GROSSBUCHSTABEN), aus.

Bitte beachten Sie dabei:

  • Für jede im Haushalt lebende Person sollte ein eigenes Notfall-Infoblatt ausgefüllt werden.
  • Platzieren Sie Ihre Notfalldose gut sichtbar in Ihrer Kühlschrank-Tür; wo sie schnell und sicher von den Rettungskräften gefunden werden kann.
  • Kleben Sie einen Aufkleber von außen auf den Kühlschrank und einen auf die Innenseite Ihrer Eingangstür (jeweils gut sichtbar in Augenhöhe).
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr aktueller Medikamentenplan immer bei Ihren Medikamenten liegt.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Notfall-Infoblatt so weit wie möglich ausgefüllt und mit Datum und Unterschrift versehen ist, bevor es in die Notfalldose gesteckt wird.

 

Gerne können Sie eine Notfalldose bei uns bekommen.

Türchen 6

Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen!

Don Boscos Leitsatz in einer Erzählung aus seinem Leben

Giovanni wollte lernen, um Priester zu werden. Da er ein guter Schüler war, brauchte er kein Schulgeld zu bezahlen. Was er aber zum Leben brauchte, musste er sich zum größten Teil selbst verdienen.

Seine Professoren liehen ihm Bücher. Giovanni las und las, Nächte lang, die berühmten Geschichten und Gedichte der lateinischen und italienischen Schriftsteller. Giovanni las auch alte christliche Werke. Ein Satz vom heiligen Augustinus gefiel ihm besonders gut: „Willst du wachsen und in den Augen Gottes groß werden, so fange mit den kleinen Dingen an.“ Und sein Leben lang merkte Giovanni sich, was er beim italienischen Dichter Dante gelesen hatte: „Das Böse vorübergehen lassen. Vergnügt und gut sein und die Spatzen pfeifen lassen!“

Gutes tun, das geht am leichtesten in Gesellschaft, erkannte Giovanni. An der Brücke außerhalb der Stadt sammelte er Mitschüler um sich und unterhielt sie mit Geschichten und Kunststücken. Und dann hatte er eine Idee: Mit seinen besten Freunden gründete er den „Bund der Fröhlichen“. Die Mitschüler versprachen, ihre Pflichten als Schüler und Christen genau zu erfüllen und im Übrigen alles zu tun, damit die Welt und die Gesellschaft fröhlicher würden.

„Und wenn uns die anderen auslachen?“, fragte Antonio, einer der Freunde. Giovanni lachte. Er zeigte zu den Sträuchern hinüber. „Hörst du die Spatzen? Wie sie lärmen und tschilpen?“

„Ja. Und?“

„Stört dich, dass sie so laut pfeifen?“

„Die Spatzen? Nein, wieso denn?!“

„Willst du ihnen nicht das Pfeifen verbieten?“

„Aber Giovanni!“

„Siehst du! Also sei fröhlich, tu Gutes und lass die Spatzen pfeifen!“

Das war ein wunderbarer Vorsatz: die Spötter spotten lassen, die Murrenden murren lassen, auf die Schlimmen nicht hören, die Schimpfenden schimpfen lassen, so wie man eben die Spatzen pfeifen lässt. Aber das durchhalten im Alltag war nicht leicht. Mühsam überhörte Giovanni die Sticheleien der Schulkameraden. „Hilfe, die Engel kommen!“ – „Oh Gott, die sind ja zu feig, mit uns Obst klauen zu gehen!“

Türchen 5

Glühweingewürz

Zutaten für ein Vorratsglas à 50 ml:

  • 2 kleine Zimtsangen
  • 3-4 Sternanis
  • Orangen- und Zitronenschale (von je 1 unbehandelten Frucht)
  • 1 EL Nelken

Zubereitung:

  1. Orange und Zitrone heiß waschen, trockenreiben und Schale mit einem Zestenreißer in dünne Streifen abschälen
  2. Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech flach ausbreiten und im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 100°C/Umluft: 75°C/Gas: ungeeignet) ca. 2 Stunden trocknen. Zwischendurch wenden.
  3. Zimt in kleine Stücke brechen und mit Nelken, Orangen-, Zitronenschale und Sternanis in ein fest verschließbares Glas füllen.
  4. Haltbarkeit: Gut verschlossen, trocken gelagert und an einem lichtgeschützten Ort aufbewahrt bis zu 4 Monate haltbar.

Tipps:

  • Die Gewürzmischung kann je nach Belieben mit weiteren Zutaten, wie Kardamom, Vanille, Muskat, Piment oder getrocknetem Ingwer erweitert werden.
  • Wenn man frische Früchte verwendet, darauf achten, dass diese gut durchgetrocknet sind.

Türchen 4

Kleine Stadt am Sonntagmorgen

 

Das Wetter ist recht gut geraten.

Der Kirchturm träumt vom lieben Gott.

Die Stadt riecht ganz und gar nach Braten

Und auch ein bißchen nach Kompott.

 

Am Sonntag darf man lange schlafen.

Die Gassen sind so gut wie leer.

Zwei alte Tanten, die sich trafen,

bestreiten rüstig den Verkehr.

 

Sie führen wieder mal die alten

Gespräche, denn das hält gesund.

Die Fenster gähnen sanft und halten

Sich die Gardinen vor den Mund.

 

Der neue Herr Provisor lauert

Auf sein gestärktes Oberhemd.

Er flucht, weil es so lange dauert.

Man merkt daran: Er ist hier fremd.

 

Er will den Gottesdienst besuchen,

denn das erheischt die Tradition.

Die Stadt ist klein. Man soll nicht fluchen,

Pauline bringt das Hemd ja schon!

 

Die Stunden machen kleine Schritte

und heben ihre Füße kaum.

Die Langeweile macht Visite.

Die Tanten flüstern über Dritte.

Und drüben, auf des Marktes Mitte,

schnarcht leise der Kastanienbaum.

 

von Erich Kästner

Türchen 3

Vanillekipferl-Likör

Zutaten für 3 Flaschen (à ca. 250 ml):

  • 2  Vanilleschoten (alternativ 2 TL Bourbon Vanille-Paste)
  • 150 g  gemahlene Mandeln ohne Haut
  • 200 g  Schlagsahne
  • 200 g  Milch
  • 120 g  Zucker
  • 1 Prise  Salz
  • 200 ml  Wodka

Zubereitung (20 Minuten und 30 Minuten Wartezeit):

  1. Vanilleschoten halbieren und das Mark mit dem Messerrücken herauskratzen. Einen Topf erhitzen, Mandeln unter Wenden darin leicht rösten. Sahne, Milch, Zucker, Salz und Vanillemark samt Schote hinzufügen. Aufkochen und ca. 3 Minuten unter rühren leicht köcheln lassen.
  2. Mandel-Milch-Mix von der Kochstelle nehmen, Vanilleschoten entfernen und alles gründlich pürieren. Ca. 30 Minuten ziehen lassen. Ein Sieb mit einem sauberen Geschirrtuch auslegen, auf einen weiteren Topf setzen und den Mandel-Milch-Mix darin abseihen.
  3. Den Vanillekipferl-Likör noch einmal aufkochen, vom Herd ziehen und Wodka einrühren. In saubere, kochend heiß ausgespülte Flaschen füllen und gut verschließen. Für den passenden Schneeflöckchen-Rand Wasser auf eine Untertasse geben, Glasrand erst ins Wasser, dann in Kokosraspel tauchen und den Likör darin servieren.
  4. Haltbarkeit: Gut gekühlt ist der Vanillekipferl-Likör 3-4 Wochen haltbar.

Türchen 2

Hilfsmittel/Pflegehilfsmittel

Duschhilfen und Pflegebetten kann die Pflegekraft für Sie bei der Pflegekasse beantragen nach § 40 Absatz 6 SGB XI.

Seit diesem Jahr dürfen Pflegekräften ihren pflegebedürftigen Klienten bestimmte Hilfs- und Pflegehilfsmittel empfehlen, die diese bei ihrer Krankenkasse für Sie beantragen. Eine Verordnung vom Arzt ist nicht erforderlich. Dazu zählen Produkte wie Duschhilfen, Toilettenstühle, Pflegebetten oder Lagerungsrollen.

Grundsätzlich gilt, dass die Hilfs- und Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden beitragen müssen oder dem Pflegebedürftigen eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen.

Türchen 1

Glück oder Unglück

Einer Bäuerin lief eines Tages ihr Pferd davon und kam nicht mehr zurück. Da hatten die Nachbarn Mitleid mit ihr und sagten: „Du Ärmste! Dein Pferd ist weggelaufen, welch ein Unglück!“ Die antwortete: „Wer weiß, ob es ein Unglück ist?“

Nach einigen Tagen kehrte das Pferd zurück und brachte ein Wildpferd mit. Da riefen die Nachbarn: „Erst läuft dir das Pferd davon und dann bringt es noch ein zweites mit! Was hast du für ein Glück!“ Die Bäuerin schüttelte den Kopf: „Wer weiß, ob es ein Glück ist?“

Das Wildpferd wurde von ihrem ältesten Sohn eingeritten, dabei stürzte er und brach sich das Bein. Die Nachbarn eilten herbei und riefen: „Welch ein Unglück!“ Die Bäuerin wiegte wieder nur den Kopf und sagte: „Wer will wissen, ob das ein Unglück ist?! Kurz darauf kamen die Soldaten des Königs ins Dorf und zogen alle jungen Männer für den Kriegsdienst ein. Den ältesten Sohn der Bäuerin ließen sie zurück – mit seinem gebrochenen Bein. Da riefen die Nachbarn: „Was für ein Glück! Dein Sohn wurde nicht eingezogen!“ Die Bäuerin aber antwortete: „Wer sagt denn, dass das ein Glück ist?“

von Christian Morgenstern

PDL-Wechsel in Herbrechtingen

Mitte November gab es einen Pflegedienstleitungswechsel in der Station in Herbrechtingen. Frau Nicole Stegmaier hat nach 5-jähriger Tätigkeit als Pflegedienstleiterin dort aus persönlichen Gründen in die Station nach Heidenheim gewechselt.

Als neue Pflegedienstleitung hat Frau Melanie Ciupke ihre Dienste in der Station aufgenommen, sie war lange Jahre in Heidenheim als Pflegedienstleitung eingesetzt und wollte sich nun etwas verändern und suchte eine neue Herausforderung.

Bild zeigt von links nach rechts: Herr Müller, Frau Ciupke, Frau Stegmaier

Herr Martin Müller Stadtrat und Ausschussvorsitzender von Herbrechtingen bedankte sich bei Frau Stegmaier ganz herzlich für die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit einem kleinen Blumenstrauß. Frau Ciupke erhielt ebenfalls einen Blumengruß zur Begrüßung als neue Pflegedienstleitung und wurde mit guten Wünschen zum Neuanfang Willkommen geheißen.