Pflegetipp – Hautpflege im Winter

Die Haut braucht im Winter besondere Aufmerksamkeit!

Warum?

Kalte Luft im Winter hat eine geringere Luftfeuchtigkeit. Wenn wir die Heizung aufdrehen ist die Luft staubtrocken. Diese trockene Umgebungsluft trocknet unsere Haut aus. Zudem fahren unsere Talgdrüsen bei Kälte die Arbeit runter. Unsere Haut hat einen schlechteren Fettfilm. Dieses Fehlen begünstigt wiederum, dass die Haut noch mehr Feuchtigkeit verliert. Wenn jetzt bei einem Winterspaziergang noch ein scharfer Wind dazu kommt, sinkt der Feuchtigkeitsanteil der Haut weiter.

 

Was tun?

Neben der richtigen Creme gilt erst mal generell:

  • Viel trinken. Mindestens 1,5 bis 2 Liter. Hier empfehlen sich Früchte- und Kräutertees. Die schmecken und haben keine Kalorien.
  • Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hilft auch unserem größten Organ, der Haut.
  • Benutzten Sie Ihre Hautpflegeartikel täglich.
  • Bewahren Sie den Säureschutzmantel ihrer Haut: Duschen Sie nicht zu oft. Wenn Sie trotzdem täglich duschen möchten, halten Sie die Dusche kurz und stellen Sie das Wasser nicht zu heiß.
  • Baden Sie höchstens zwei Mal in der Woche, etwa eine viertel Stunde lang. Auch hier gilt: stellen Sie die Wassertemperatur nicht sehr heiß ein.

Zur Reinigung der Haut empfiehlt es sich Reinigungsprodukte zu benutzen, die den oben erwähnten Säureschutzmantel der Haut nicht zerstören. Dies erreichen Produkte, die einen leicht sauren pH-Wert von 5,5 auf der Haut erzeugen. Dies ist auf dem Pflegeprodukt gekennzeichnet. Klassische feste Seifen machen das Waschwasser basisch. Sie zerstören den Säureschutzmantel.

Das Angebot zur Pflege der Haut ist riesig. Es ist eine Herausforderung das richtige zu finden. Ziel der Hautpflege soll es sein, Spannungsgefühle, juckende, schuppige und gerötete Haut im Winter zu vermeiden. Das wichtigste ist, Ihre Haut bei der Aufrechterhaltung des Feuchtigkeitsniveau und des Fettfilms zu unterstützen. Hier finden Sie eine grobe Orientierung, da das richtige Produkt auch stark vom Hauttyp, Alter und eventuellen Erkrankungen abhängig ist:

Natürliche Lipide sind aktive Inhaltsstoffe, die Ihre Haut in ihrer Schutzfunktion unterstützen. Sie bilden eine atmungsaktive Barriere gegen Erreger. Natürliche Lipide sind körpereigenen Fetten sehr ähnlich und werden deshalb von der Haut gut akzeptiert. Produkte, die einen sehr hohen Anteil von Mineralöle (Paraffine) oder Zinkoxid enthalten, verstopfen die Hautporen und lassen die Haut nicht mehr atmen, was die Austrocknung noch fördert. Solche Produkte sind nicht zu empfehlen.

Feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Urea, Glycerin und Fruchtsäuren sorgen für mehr Feuchtigkeit in der Haut, indem sie aus der Umgebung und aus tieferen Hautschichten Feuchtigkeit anziehen und binden. Das bedeutet im Winter, dass bei trockener Raumluft mehr auf das Körperwasser zurückgegriffen wird.

Vitamin E, Vitamin C, Vitamin B5 (Panthenol) und Vitamin A als Inhaltsstoffe unterstützen die Funktionen der Haut.

Eine Creme oder Lotion ist immer ein Wasser-Öl-Gemisch. Je weniger Lipide/Öle enthalten sind, umso dünner ist das Produkt. Es hat einen erfrischenden Effekt, ist feuchtigkeitsspendend und zieht schnell ein. Es ist für normale bis leicht trockene Haut geeignet.

Mit steigendem Anteil von Lipiden und Ölen gleicht die Creme den Fett- und Feuchtigkeitsbedarf der Haut immer besser aus. Solche Produkte sind für trockene und sehr trockene Haut geeignet. Hier kann der Lipid-Anteil bei 55% liegen. Es lohnt sich im Winter auf solch ein Produkt zu wechseln. Sie lassen sich immer noch gut auf der Haut verteilen, ziehen aber nicht so schnell ein. Eine Möglichkeit ist, die Anwendung mit schlecht einziehenden Lotionen auf den Abend zu verlegen.

 

Tasten Sie sich an das richtige Produkt heran, probieren Sie aus!

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